Die Wurzeln der Aurelia Stiftung
Die Ausbreitung der Varroa Milbe und das beginnende Bienensterben war für Thomas Radetzki Anlass, 1986 den Verein „Mellifera e. V.“ zu gründen, den er 30 Jahre lang als geschäftsführender Vorstand leitete und aus dem schließlich die Aurelia Stiftung hervorgehen sollte. In den ersten zehn Jahren von Mellifera e. V. stand die Entwicklung und Erprobung neuer imkerlicher Betriebsweisen im Vordergrund. In der eigens dafür gegründeten Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle im schwäbischen Rosenfeld wurden mit bis zu 150 Völkern minimal invasive Haltungsmethoden entwickelt. In dieser Zeit prägte sich auch der Begriff der „wesensgemäßen Bienenhaltung“, welche Grundlage für die heutigen Demeter-Richtlinien in der Bienenhaltung geworden ist. Auch die wissenschaftliche Erstveröffentlichung der Verwendung von Oxalsäure in der Varroa-Behandlung hat bei Mellifera seinen Ursprung. Die Anwendung fand international große Aufmerksamkeit und machten Thomas Radetzki und den Mellifera e.V. in der Imkerfachwelt sehr bekannt. In der dritte Dekade der Vorstandstätigkeit von Thomas Radetzki initiierte er das „Netzwerk blühende Landschaft“ oder die Initiative „Bienen machen Schule“. Auch die juristische Bündnisarbeit zum Schutz der Bienen, die heute von der Aurelia Stiftung organisiert und finanziert wird, nahm in dieser Zeit ihren Anfang.
Eine Botschaft für die Bienen in Berlin
Nach 30 Jahren legte Thomas Radetzki den geschäftsführenden Vorstand von Mellifera e.V. nieder und gründete im Sommer 2015 gemeinsam mit sieben Stifter:innen die Aurelia Stiftung.Mit dem Ziel, die Beziehungen zu deutschen und europäischen Verbänden, Behörden und Parteien weiter zu stärken und den Bienen zugleich eine starke unabhängige Stimme in der deutschen Hauptstadt zu geben, siedelte sich die Aurelia Stiftung 2016 in Berlin an. Seitdem hat sie im Rahmen ihrer Schwerpunktsetzung zahlreiche Projekte umgesetzt.